Die Financial Times Deutschland ruft zur Wahl der Grünen auf.
Wer mit seiner Stimme also sinnvolle Veränderungen vorantreiben will, kann sein Kreuzchen diesmal bei den Grünen machen. Sie sind die einzige Partei, die wirklich Ideen für Europa mitbringt – und sie könnten die Rolle des Antreibers übernehmen. Hinzu kommt: Eine stärkere Präsenz der Grünen im EU-Parlament wirkt der Verfilzung entgegen, die das Machtkartell von Bürgerlichen und Sozialdemokraten über die Jahre geschaffen hat.
Die FTD lobt die Grünen für ihre marktfreundliche Haltung, ihre Befürwortung des EU-Beitritts der Türkei und ihr Engagement für den Klimaschutz. Schelte gibt es für “naive und fragwürdige” Forderungen wie die nach dem Atomausstieg. Auch die “pazifistische Grundhaltung” (naja!) halte der Realität nicht stand, damit kämen die Grünen im EU-Parlament aber – zum Glück – ohnehin nicht weit.
Interessant ist das ganze insofern, als dass die FTD zu den Bundestagswahlen 2002 die CDU und 2005 die FDP empfahl. Wenn es nach der FTD ginge, ist Jamaika wohl eine naheliegende Alternative, falls das mit Schwarz-Gelb nicht hinhauen sollte im Herbst. Natürlich können die Grünen sich nicht aussuchen, wessen Beifall sie bekommen, aber es ist ein Zeugnis ihrer Politik, wenn sie von einem wirtschaftsliberalen Blatt wie der Financial Times Deutschland empfohlen werden. Ich jedenfalls würde nicht gerne von der FTD empfohlen werden – das scheint auf Gegenseitigkeit zu beruhen. :D
Hat Ihnen Papa ein kostenloses Abo geschenkt? Oder lesen Sie die Zeitung, um sich aufzuregen?
… fragt mich der “EU-Wahlcheck” der FTD argwöhnisch.
Seien Sie solidarisch, antikapitalistisch und gegen die Nato.
Ihre Antworten deuten auf die Linkspartei.
Na dann. Rot Front!
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Unter anderem wurde auch eine Wahlempfehlung von den Pirate Bay Betreibern für die europäischen Grünen ausgegeben – die sind wohl eher nicht marktliberal ;)


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