Lustiges

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Während das Krakenorakel Paul sich für Spanien ausgesprochen hat, prophezeit das Redaktionsorakel der Titanic einen Sieg der deutschen Mannschaft. Beide lagen bei dieser WM bisher immer richtig. Was wird also heute Abend passieren? elf Stunden Spielzeit, wie neulich in Wimbledon? Oder behält am Ende doch der Oktopus Recht? Die Spannung steigt.

Offline-Wahl-o-mat

Wahl-o-mat offline... für die Wahlkabine

Die Bundestagswahl steht bevor und natürlich bedarf es Input, um seine Entscheidung zu fällen. Nun zu dem “Tutti-Frutti-Wahlkampf” und anderem Begleitmaterial, das herrlich zu der Bundestagswahl am Sonntag passt. Material zum schämen, lachen und weinen.

  • “Wählt die Schwachmatenpartei” heißt es einer Persiflage auf die Piratenpartei. Stilecht in Paint und unterlegt mit Musik aus Fluch der Karibik, von Klaus Badelt und Hans Zimmer. Das ganze ist stark tendenziös, aber auch sehr unterhaltsam. Darf man machen.
  • Bei RTL werden drei politische Akteure FDP, DIE LINKE und GRÜNE von einem Einspielfilm verärgert. Doch Gysi nimmt es lässig. Danke RTL für den Einspieler. Er war tendenziös, überzogen und frech. Aber zu jeder Partei.
  • Auf dem “mrmcd0x8h” in Darmstadt, einer “Chaos Computer Club”-Veranstaltung, erklärt uns Frau Zypries, was Google SMS ist.
  • Das Sommerinterview des ZDF mit Oskar Lafontaine im Remix. Großartig! Wer hier keinen schlechten Journalismus erkennt, dem glaubt doch kein Mensch.
  • 3SAT Kulturzeit mit dem Beitrag “60 Jahre Schlagabtausch im deutschen Parlament”. Da gibt es schön auf die Mütze. Wehner rocks!
  • Der SPIEGEL enthüllt kurz vor dem Wahlsonntag “Fakten” über Gysis Vergangenheit. Gysi veröffentlicht seine Darstellung zur Art und Weise, wie dieser Artikel zustande kam. Äußerst unterhaltsam und doch irgendwie traurig.
  • Warum sich die CDU nur zum Fremdschämen eignet, hatte kricke bereits aufgezeigt. Aber das teAM Deutschland (AM für Angela Merkel) hat sich mit ihrem Song “Wir sind Wir” eindeutig ins Knie geschossen. Derart inhaltslosen Pop mit Ohrenschmalzlocken zum drin wohnen und völlig sinnentleertem Text durfte man lange nicht mehr lauschen, wenn man denn kein Fernsehen schaut.
  • Schlechter Rap, Lola rennt und Orwellsche Dystopie bestimmten den Wahlwerbespot der PDS 1998. Der Wahlwerbespot macht auf jugendlich, war gut produziert, aber einfach völlig vorbei. Definitiver Griff ins Klo. Jugendliche hat man damit sicher nicht überzeugen können und auch heute wandern diese eher Richtung FDP.
  • Apropos FDP. Die neue (übrigens sehr empfehlenswerte) Folge der Harald Schmidt Show nimmt die FDP, bzw. deren Messias Guido aufs Korn.
  • Ach zur SPD fällt mir nur altes ein. Marc-Uwe-Kling mit “Wer hat uns verraten?”. Immer noch aktuell. Bei dem aktuellen SPD-Wahlkampf würde ich gerne lachen können, aber irgendwie fange ich eher an zu weinen.
  • Das im Moment sehr heiß diskutierte “Polizeiprügelvideo” wurde mit Samples von Bud Spencer und Terrence Hill unterlegt. Das einzige, was ich daran blöd finde ist, dass ich Bud und Terrence mag, die prügelnden Polizisten aber finde ich unsympathisch.

Soll ja keiner sagen, es gäbe hierzulande keine rhetorisch begabten Politiker (mehr) – Heinrich Heidel (FDP), Vizepräsident des hessischen Landtages, zur Frage der Milchpreise:

Dazu: 25 Cocktailrezepte mit Milch

Und wer unter “ähnliche Videos” nachguckt, der stößt auf Sido Westerwelle. Es macht einen Riesenunterschied!

Lego für Nerds

Wer gelegentlich nostalgisch an die Legozeit zurückdenkt, sollte mal einen Blick auf Minecraft werfen. Auf den ersten Blick wirkt das noch in der Entwicklung befindliche Spiel etwas bizarr. Eine Art Egoshooter – aber ohne Waffen. Ein Spielziel sucht man ebenfalls vergeblich. Befänden wir uns im Jahr 1987, dann wäre die Grafik mit Sicherheit der letzte Schrei, heute wirkt das ganze dagegen natürlich ziemlich altbacken. Und doch hat Minecraft seinen Charme.

Am treffendsten lässt sich Minecraft wohl als virtueller Legobaukasten umschreiben. Mit Blöcken aus verschiedenen Materialien (Stein, Holz, Sand etc.) kann man bauen, wonach einem der Sinn steht. Damit dürfte sich die Frage nach einem Sinn des Spiels erübrigt haben, Lego hat schließlich auch kein Spielziel oder Regeln. So hüpfen die Spieler bei Minecraft fleißig durch die blockartige Welt und erbauen gigantische Türme, Pyramiden, Tunnelsystem oder Kirchen. Häufig erstrecken sich die Bauten von tiefen, teilweise lava- oder wassergefüllten Minenanlagen unter der Erdoberfläche bis zu schwindelerregenden Himmelsplattformen. Dass das Bauen nicht ganz einfach ist, erhöht den Reiz des Spiels. Gespielt wird über ein Java-Applet im Browser. Bislang ist Minecraft noch kostenlos, nach einer Registrierung (dauert nicht mehr als 20 Sekunden) kann man loslegen.

Wirkliche Langzeit-Motivation bietet Minecraft freilich nicht, dafür fehlt es an Funktionen und Variationen, die das Spiel auf Dauer spannend machen. Leider gibt es auch recht häufig Vandalismus an erbauten Konstruktionen. Für ein paar Stunden, am besten natürlich im Multiplayer mit Freunden, ist es aber wunderbar unterhaltsam. Die weiteren Pläne des Entwicklers klingen recht ambitioniert, Geld würde ich für Minecraft allerdings eher nicht ausgeben.

Website: minecraft.net

Bild: Minecraft Museum

http://www.minecraft.net/

Geteilte Freude ist doppelte Freude, geteiltes Leid ist halbes Leid. Solchen Alltagsweisheiten geht der Barkeeper Norbert im großartigen Trickfilm “Das Norbertsche Theorem” aus der Reihe “Kloß und Spinne” mathematisch nach. Letztendlich beweist er, dass alles Leid nur imaginär, also eingebildet ist, und es gar keinen Grund gibt, mies drauf zu sein. Don’t worry, be happy!

[Link]

Hui, was für eine Woche. Und wäre ich jetzt nochmal ein kleines Kind, dann wäre ich sicherlich tierisch gespannt, ob am Samstag passiert, was die Woche angekündigt hat. Denn diese Woche hatte es in gewisser Weise in sich. Am Sonntag schien die Sonne, soweit nichts besonderes. Dass ich am Montag in der Schule ein Mohnbrötchen gegessen habe, ist für sich betrachtet ebenfalls normal. Doch es geht ja noch weiter: Am Dienstag mussten wir noch in die Schule (naja), der Mittwoch war wie immer die Mitte der Woche. Doch heute ist Donnerstag – und eben hat es gedonnert wie Hölle. Der morgige Freitag ist schulfrei! Die meisten werden wahrscheinlich wissen, worauf ich hinaus will…

Ach ja, Nostalgie. Aber die Kinderbücher von Paul Maar sind auch einfach spitze. :)

Ampelchaos

Ich habe schon lange kein so cooles Flashgame mehr gespielt wie “I love traffic”. Ziel des Spiels ist es, in 20 Leveln eine bestimmte Anzahl von Autos heil über die Kreuzung(en) zu lotsen, indem man die Ampelanlagen bedient. Was einfach anfängt, wird mit der Zeit ziemlich knifflig, besonders wenn gerade einer der extrem lahmen Busse über die Kreuzung tuckert, während von der Seite ein Polizeiauto mit Blaulicht angerast kommt. Für stilechte Texas-Stimmung ist auf jeden Fall gesorgt, der etwas nervtötenden Countrymucke sei Dank. Wusstet ihr, dass 90% aller vom Blitz getroffenen Leute überleben?

Bild: Simon-K auf flickr.com

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