Die meisten werden ihn bereits gesehen haben: den blauen Facebook-”Gefällt-mir”-Button, den viele Blogs und Nachrichtenportale neuerdings unter ihre Artikel setzen. Der Sinn dieses “Web-2.0″-Gadgets soll wohl sein, dass begeisterte Leser ihre Facebook-Freunde bequem auf Beiträge aufmerksam machen können, die sie lesenswert finden. Soweit, so (eigentlich) egal. Im Facebook-Neusprech heißt das Lesenswertfinden jedoch immer “gefällt mir”, wodurch dann die makabere Situation entstehen kann, dass unter der Meldung, dass bei der Loveparade 19 Menschen gestorben und Dutzende verletzt seien, der freundliche Facebook-Button prangt, der verkündet, dies gefalle 17 Personen.
Das eigentlich Schlimme ist jedoch, dass die Facebook-Buttons als iFrames in die oben beschriebenen Websites eingebunden werden. Konkret bedeutet das: Mit jedem Aufruf eines Artikels, der einem gefallen kann, wird eine Verbindung zu Facebook aufgebaut. Ist man bei diesem eingeloggt, können die netten Onkels vom Facebook-Konzern also über ihre eigene Website hinaus verfolgen, wo sich ihre Nutzer im Netz so herumtreiben. Keine angenehme Vorstellung, wenn man sich vor Augen hält, dass Facebook wegen seines Umgangs mit privaten Userdaten permanent in der Kritik steht.
Wer Firefox und Adblock Plus hat, kann den Kram folgendermaßen durch die Eingabe folgendes Filters entfernen (“Adblock Plus – Einstellungen” – Filter – Filter hinzufügen):
|http://www.facebook.com/plugins/like.php?*
Eigentlich müsste man natürlich, wenn man konsequent wäre, seinen Account bei Facebook löschen, um deren Datensammelei zu entgehen. Aber das wäre in der momentanen Situation, in der Facebook quasi ein Monopol unter den sozialen Netzwerken innehat (zumindest in meinem Bekanntenkreis), ein Schritt in Richtung Isolation. Im Gegensatz zum Blockieren der schwachsinnigen Buttons.
Update: Es scheint noch weitere Varianten zu geben, die sich mit folgenden Filtern blocken lassen…
|http://www.facebook.com/plugins/comments.php?* |http://www.facebook.com/plugins/likebox.php?*



Letzte Kommentare