Politik

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Ich lese gerade den “Hass auf den Westen” von Jean Ziegler, dem globalisierungskritischen Urgestein. Ein angenehm zu lesendes, und dabei gleichermaßen informatives und beschämendes Buch, wie ich finde. Thema ist, wie anhand des Titels bereits zu erahnen, der in den Ländern des Südens verbreitete, berechtigte Hass auf den die Welt beherrschenden Okzident, auf dessen Skrupellosigkeit und Arroganz, und seine zahlreichen Ursachen. Eine Stelle ist so schön, dass ich sie hier zitieren will. Es geht um Bolivien.

In der Morgendämmerung des 1. Mai 2006 startete in EL Alto, dem Flugplatz von La Paz, ein bolivianisches Militärflugzeug, das das gesamte Kabinett beförderte, mit Kurs auf das Erdgasfeld Carapari, das 1200 Kilometer südlich von La Paz liegt. Als der Präsident an das Tor der Förderanlagen San Alberto gelangte, kam der Direktor herbeigelaufen und fragte den Präsidenten, welches der Gasfelder er besichtigen wolle.

Evo Morales lächelte ihn an und erwiderte: “Ich bin nicht zu Besuch hier, sondern um – im Namen des bolivianischen Volkes – die Kontrolle über ihre Anlagen zu übernehmen.”

Bolivien ist in einer Welt voller Scheiße momentan in der Tat eines der wenigen Beispiele für eine erfreuliche politische Entwicklung. Natürlich ist die Bevölkerung des Landes nach wie vor größtenteils bettelarm. Und doch ringt Morales’ Politik und sein Kampf gegen die Armut selbst dem eigentlich eher als neoliberalen Rammbock bekannten Internationalen Währungsfonds (IWF) Respekt ab. (Siehe den Artikel Musterland Bolivien aus der jungen Welt)

Matt Kennard schrieb letzten Monat im guardian über den “beacon of hope”:

There’s a game I’ve been playing recently. Any time I read the news and get depressed about the parlous state of our world, I type “Bolivia” into Google news and wait for the results. It’s really all you need to brighten up your day.

Ergänzend zu den Google News kann man natürlich auch das Blog Bolivia von unserem Freund Janis lesen.

Freiheit stinkt

Dass Obama seine Gesundheitsreform allen Widerständen zum Trotz durchgebracht hat, ist eine beachtliche Leistung. Ein historisches Ereignis, kann man sagen, auch wenn man die Reform aufgrund verschiedener Zugeständnisse, so zum Beispiel den Ausschluss der illegal immigrants, als verwässert, oder wie ich sogar sagen würde: entkernt, bezeichnen muss. Gleichzeitig nimmt der Protest dagegen zunehmend beängstigende Formen an. Eingeworfene Fensterscheiben, durchgeschnittene Gasleitungen, Morddrohungen gegen Kinder von Kongress-Mitgliedern (siehe tagesschau.de) – langsam drehen die Obamagegner, um es zynisch zu sagen, wirklich etwas am Rad. Angeheizt werden diese meist tiefreligiösen Spinner nicht zuletzt von den Demagogen der Republikanischen Partei. Der Soziologe Norman Birnbaum schrieb in der Februarausgabe der Blätter dazu:

Mittlerweile machen allerdings politische und religiöse Fundamentalisten mindestens ein Viertel der US-Bevölkerung aus. Sie halten den Klimawandel für eine Erfindung überheblicher Wissenschaftler, stoßen sich an jedem, der zu offensichtlich selbstständig denkt, halten Regierung und Staat für bedrohliche Zwangsanstalten, reagieren auf die Einwanderung mit Fremdenfeindlichkeit und weigern sich, die Legitimität des Präsidenten anzuerkennen. In einer (trotz aller Appelle Barack Obamas an die Vernunft) durch scharfe politische Polarisierung gekennzeichneten Situation stellen diese Leute die politische Manövriermasse der Republikaner dar. Angesichts eines solchen Potentials hat die Republikanische Partei sich entschieden, auf die politische Vernichtung des Präsidenten hinzuarbeiten.

Worauf will ich hinaus? Auffällig ist dabei, dass diese vollkommen indoktrinierten und politisch verblendeten Horden, die in bester antikommunistischer Tradition in ihrem Präsidenten wahlweise einen Hitler, einen Mao oder Stalin erkennen (die ja schließlich alle “socialists” waren, und damit per se gleichzusetzen sind), sich in nahezu kriminell hartnäckiger Blödheit auf einen vermeintlichen Grundwert ihres Systems berufen: Freiheit. Der kalte Krieg sitzt immer noch tief in den Köpfen: Freiheit versus Sozialismus ist das zentrale Motiv aller politischen Konflikte. Health care für alle ist tendenziell sozialistisch, ergo: eine Bedrohung für die Freiheit.

Die Frage, was denn daran Freiheit sein soll, wenn einer im reichsten Land der Welt aus dem Gesundheitssystem ausgeschlossen wird, weil er arbeitslos ist, oder ein “illegaler Mexikaner” oder auch schlicht ein armer Teufel, der sein Leben in den Sand gesetzt hat und obdachlos ist – nicht selten auch alles gleichzeitig –, muss man mit diesen Leuten nicht diskutieren. Freiheit ist die Freiheit, sich im Walmart eine Shotgun zu kaufen, und zur Freiheit gehört die gottverdammte Freiheit, inmitten dieser kapitalistischen Glitzerwelt zu verrecken, nun mal dazu. Das Leben ist kein Ponyhof, außerdem steht der Islamismus ante portas, und im Krieg werden keine Kompromisse gemacht.

Das Phänomen, dass der Begriff “Freiheit” so eine Art Erkennungszeichen von rechtsgerichteten Hitzköpfen geworden ist, ist natürlich kein neues, und auf gar keinen Fall ein speziell amerikanisches. Gerade in Europa stellt er im Zuge des aktuell stattfindenden massiven Rechtsrucks ein wichtiges Schlagwort da. Freiheitskämpfer schießen wie Pilze aus dem Boden. Wo früher der Russe “unsere” Freiheit bedrohte, gibt es heute längst einen neuen Sündenbock Nummer eins: den Islam. Die vermeintliche Bedrohung gibt allerlei merkbefreiten Gestalten Gelegenheit zur Profilierung. Die österreichische FPÖ, groß geworden unter der Schirmherrschaft des mittlerweile verblichenen Hobbyrennfahrers Jörg Haider, gibt es schon länger. Letztes Jahr gründete Berlusconi in Italien die Fusionspartei Popolo della Libertà, zu deutsch: Volk der Freiheit. Die Partei des holländischen Volksverhetzers Geert Wilders heißt Partij voor de Vrijheid, überflüssig zu sagen, was das heißen soll. Und in Deutschland? Hier gibt es die in rechten Kreisen renommierte Wochenzeitung Junge Freiheit, die deutschnationalen bis rechtsradikalen Positionen eine intellektuelle Fassade zu verpassen versucht.

Aufmerksamkeit verdient an dieser Stelle auch unser Lieblingsschreihals Westerwelle, die selbsternannte Freiheitsstatue. Der ist zwar nicht fremdenfeindlich, das hält ihn aber noch lange nicht davon ab, Teile der Bevölkerung, die sowieso zu den Schwächsten gehören und sozial am Rande der Gesellschaft stehen, zu diffamieren und zum Sündenbock zu machen. Wie sich das für einen Rechtspopulisten gehört, betont der Freidemokrat dabei stets, unangenehme Wahrheiten auszusprechen, die der “linke Zeitgeist” normalerweise wegzensiere. Ja ja, der linke Zeitgeist – überall Achtundsechziger und stalinistische Multikulti-Arbeitslosenversteher, die die Medien längst unterwandert haben. Es ist die selbe trübe Suppe, die man seit Jahren auch von Berlusconi zu hören bekommt.

Wie konnte es soweit kommen, dass ein ehemals emanzipatorischer Begriff wie “Freiheit” zur billigen Munition geistiger Brandstifter wurde? Der Begriff stinkt mittlerweile. Es wird deutlich, dass politische Konflikte immer zum großen Teil ein Kampf um die Bedeutung von Wörtern ist. George Orwell hat das in 1984 auf die Spitze getrieben: Wenn Begriffe wie “Freiheit” oder “Gleichheit” systematisch ihrer fortschrittlichen Bedeutung beraubt werden, werden zukünftige Generationen vielleicht nicht einmal mehr in der Lage sein, solche progressiven Gedanken zu denken. Ein beängstigendes Szenario. Den Schaden, den der Begriff “Freiheit” durch jahrzehntelange Vereinnahmung durch Antikommunisten – Neoliberale, Neocons und seit neuestem sogar Nazis – genommen hat, zu reparieren, wird einiger Aufwand sein. Es ist die Sache wert. Denn sollte nicht größtmögliche Freiheit für alle das Ziel allen menschlichen Strebens sein?

Bild: “freedom is a toilet issue” von ruSSeLL hiGGs auf flickr

Europa, rechts entlang

Während in Italien weiße Weihnachten gefeiert werden, verbietet die Schweiz den Bau von Minaretten. Und in Polen wird der Erwerb und Besitz von kommunistischen Symbolen unter Androhung von bis zu zwei Jahren Haft verboten. Ein merkwürdiger Wind ist es, der momentan durch Europa weht.

Unsere Demokratie ist eine ziemlich frustrierende Veranstaltung. Egal was man ankreuzt, irgendwie kommt am Ende immer Schwarz-Gelb raus. Und wenn das Volk sich mal verwählt und eine Mehrheit jenseits des bürgerlichen Lagers generiert, dann kommt trotzdem Schwarz-Gelb raus. So zum Beispiel in Gestalt einer rot-grünen Bundesregierung, die, kaum an der Macht, die sozialromantischen Hosen herunterließ und die neoliberale Abrissbirne auspackte. Zwar verspielte die SPD damit ihre Glaubwürdigkeit für die nächsten drölfzig Jahre, aber Glaubwürdigkeit erwartet sowieso keiner mehr, und so gelang es der Partei mit kleiner Hilfe einer Jahrhundertflut, einem sich rechtzeitig anbahnenden Raubzug im Mittleren Osten und einer gehörigen Portion Gasgerd-Charisma sogar, sich wiederwählen zu lassen, bevor sie 2005 zur offensichtlichen Mehrheitsbeschafferin der CDU degenerierte und dafür im September die langverdiente schallende Ohrfeige kassiert hat.

Die SPD ist unwählbar. Aber – hey! – es gibt doch Alternativen. Gibt ja noch ganz viele andere tolle Parteien, die man wählen kann, z.B. die Grünen. Gut, das mit der Schröder-Zeit, darf man jetzt nicht so eng sehen, ist länger her und heute voll anders. Mag sein. Die Grünen haben sich in den letzten Jahren natürlich verändert, die Frage ist allerdings, ob das zum Besseren geschah. Wenn ein Hubert Ulrich, Grünen-Chef des Saarlandes, ein Wahlergebnis zugunsten einer rot-rot-grünen Regierung zum Anlass nimmt, eine Jamaika-Koalition einzugehen, mit der Begründung, dass der fiese Lafontaine die Grünen mit dem Verdacht gemobbt hätte, sie würden nach der Wahl eine Jamaika-Koalition eingehen, was ja bei Lichte betrachtet nichts anderes als die Wahrheit gewesen ist, dann kommt das einem ein wenig spanisch vor. Wenn man dann liest, dass besagter Hubert Ulrich früher illegal mit preisreduzierten Dienstwagen gedealt hat, dass sein enorm großer Ortsverband, dem er im Wesentlichen sein Amt verdankt, zu großen Teilen aus Karteileichen besteht, und dass sein Vorgesetzter, der ihm bis zum Oktober ein ordentliches Zusatzgehalt bescherte, ein hohes Tier in der Saar-FDP ist, dann findet man dafür nur noch einen Begriff: Korruption. (mehr dazu auf Telepolis)

Koalitionen mit der Linkspartei werden auf Bundesebene fleißig ausgeschlossen, solange sie nicht die wesentlichen Punkte, die sie vom politischen Mainstream unterscheiden, fallen lässt. Aber selbst wenn die Linke es irgendwann zu einer Regierungsbeteiligung bringen sollte, besteht wenig Hoffnung, dass sich wirklich etwas ändern würde. Momentan demonstriert die Waffen-SS… äh Linkspartei in Brandenburg, dass das Brechen von Wahlversprechen keineswegs ein Alleinstellungsmerkmal der SPD ist. Wer in Brandenburg auf einen Politikwechsel mit Rot-Rot gehofft hat, der hat allen Grund zur Enttäuschung. In fast allen Punkten, insbesondere der Frage der Braunkohleförderung, ist kaum ein Unterschied zwischen schwarz-roter Regierungspraxis und rot-rotem Koalitionsvertrag erkennbar. Und das, obwohl die Linke in Brandenburg keine kleine Randpartei ist, sondern es auf 27 Prozent der Stimmen gebracht hat.

Immerhin muss man der Linkspartei noch anrechnen, dass der Koalitionsvertrag jetzt für massive parteiinterne Zerwürfnisse sorgt. Von verschiedenen Seiten, unter anderem vom Bundesvorstand, hagelt es Kritik, Nachverhandlungen werden gefordert. Ganz anders die Grünen, wo die mafiösen Machenschaften des Herrn Ulrich niemanden wirklich zu jucken scheinen. Zynisch könnte man wohl sagen: Die Grünen haben den Marsch durch die Institutionen abgeschlossen und sind in der schwarz-gelben Realität unserer Bananenrepublik angekommen. Der Linkspartei steht das noch bevor.

Bild: Caro Wallis auf flickr.com

Wahlen vorbei

Laut Prognosen liegt die CDU bei 8,5 bis 11,5 Prozent, während die Sozialisten die Wahl klar für sich entscheiden konnten. Sozialdemokraten irgendwo zwischen 25 und 29 Prozent, kommen also vermutlich in die Opposition. (Quelle: Tagesschau)

Schönen Sonntag noch!

Press the Red Button

Dr. Strangelove

Dr. Strangelove

Deutschland ist ein liebes, friedfertiges und hilfsbereites Land. Wir besitzen keine Nuklearwaffen und eine nur für die Landesverteidigung zuständige Bundeswehr. Das ist alles per Grundgesetz geregelt, schließlich soll es dabei bleiben. Das einzige Hindernis scheint hier die NATO zu sein. Sie fällt wohl unter Artikel 24a GG.

Der Bund kann sich zur Wahrung des Friedens einem System gegenseitiger kollektiver Sicherheit einordnen; er wird hierbei in die Beschränkungen seiner Hoheitsrechte einwilligen, die eine friedliche und dauerhafte Ordnung in Europa und zwischen den Völkern der Welt herbeiführen und sichern.

Deshalb sind wir auch mit der Bundeswehr außerhalb Deutschlands unterwegs. Dass das sogar gegen den Artikel 6 des Nordantlatikvertrages (Definition der Bündnisgrenze bzw. Einsatzgebiet) und gegen den UN Sicherheitsrat geht, lassen wir einfach mal außer Acht. Denn wir sind Lagerort einer unbestimmten Anzahl von Nuklearwaffen der NATO. Wie aktiv Deutschland an Nuklearwaffen beteiligt ist, war mir nicht bewusst, bis ich in der aktuellen Ausgabe der “Blätter für deutsche und internationale Politik” (09/09) die Pressemitteilung der IALANA (International Association of Lawyers against Nuclear Arms) gelesen habe. Die IALANA ist eine internationale Vereinigung von Rechtsanwälten, die sich die vollständige Abschaffung der Nuklearwaffen, Stärkung des internationalen Rechts und die friedliche Lösung von Konflikten zur Aufgabe gemacht haben.

[...]die deutsche Bundesregierung – trotz des von Deutschland in Art. II des Atomwaffensperrvertrages und im sog. Zwei-Plus-Vier-Vertrag völkerrechtlich verbindlich erklärten Verzichts auf jede unmittelbare und mittelbare Verfügungsgewalt über Atomwaffen – weiterhin auf seiner „nuklearen Teilhabe“ im Rahmen der NATO beharrt. Zur „nuklearen Teilhabe“ gehört insbesondere,

(1) dass Deutschland nach wie vor in der „Nuklearen Planungsgruppe“ der NATO mitwirkt,

(2) dass in geheimgehaltenen Bunkern in Deutschland nach wie vor eine unbekannte Anzahl Atomwaffen mit einer vielfachen Zerstörungskraft der in Hiroshima und Nagasaki eingesetzten Nuklearwaffen gelagert werden, die im Spannungs- oder Kriegsfall von den US-Streitkräften auch deutschen Einsatzkräften der Bundeswehr für den Abwurf auf feindliche Ziele entgegen den Regelungen des Atomwaffensperrvertrages zur Verfügung gestellt würden und

(3) dass die Bundeswehr nach wie vor Atomwaffenträger in Gestalt der Tornado-Flugzeuge bereithält und regelmäßig mit einem im rheinland-pfälzischen Büchel stationierten Luftwaffenverband Atomwaffeneinsätze übt.[...]

Hier könnt ihr die ganze Pressemitteilung der IALANA als PDF downloaden.

Bild: texaschapbookpress.com

Offline-Wahl-o-mat

Wahl-o-mat offline... für die Wahlkabine

Die Bundestagswahl steht bevor und natürlich bedarf es Input, um seine Entscheidung zu fällen. Nun zu dem “Tutti-Frutti-Wahlkampf” und anderem Begleitmaterial, das herrlich zu der Bundestagswahl am Sonntag passt. Material zum schämen, lachen und weinen.

  • “Wählt die Schwachmatenpartei” heißt es einer Persiflage auf die Piratenpartei. Stilecht in Paint und unterlegt mit Musik aus Fluch der Karibik, von Klaus Badelt und Hans Zimmer. Das ganze ist stark tendenziös, aber auch sehr unterhaltsam. Darf man machen.
  • Bei RTL werden drei politische Akteure FDP, DIE LINKE und GRÜNE von einem Einspielfilm verärgert. Doch Gysi nimmt es lässig. Danke RTL für den Einspieler. Er war tendenziös, überzogen und frech. Aber zu jeder Partei.
  • Auf dem “mrmcd0x8h” in Darmstadt, einer “Chaos Computer Club”-Veranstaltung, erklärt uns Frau Zypries, was Google SMS ist.
  • Das Sommerinterview des ZDF mit Oskar Lafontaine im Remix. Großartig! Wer hier keinen schlechten Journalismus erkennt, dem glaubt doch kein Mensch.
  • 3SAT Kulturzeit mit dem Beitrag “60 Jahre Schlagabtausch im deutschen Parlament”. Da gibt es schön auf die Mütze. Wehner rocks!
  • Der SPIEGEL enthüllt kurz vor dem Wahlsonntag “Fakten” über Gysis Vergangenheit. Gysi veröffentlicht seine Darstellung zur Art und Weise, wie dieser Artikel zustande kam. Äußerst unterhaltsam und doch irgendwie traurig.
  • Warum sich die CDU nur zum Fremdschämen eignet, hatte kricke bereits aufgezeigt. Aber das teAM Deutschland (AM für Angela Merkel) hat sich mit ihrem Song “Wir sind Wir” eindeutig ins Knie geschossen. Derart inhaltslosen Pop mit Ohrenschmalzlocken zum drin wohnen und völlig sinnentleertem Text durfte man lange nicht mehr lauschen, wenn man denn kein Fernsehen schaut.
  • Schlechter Rap, Lola rennt und Orwellsche Dystopie bestimmten den Wahlwerbespot der PDS 1998. Der Wahlwerbespot macht auf jugendlich, war gut produziert, aber einfach völlig vorbei. Definitiver Griff ins Klo. Jugendliche hat man damit sicher nicht überzeugen können und auch heute wandern diese eher Richtung FDP.
  • Apropos FDP. Die neue (übrigens sehr empfehlenswerte) Folge der Harald Schmidt Show nimmt die FDP, bzw. deren Messias Guido aufs Korn.
  • Ach zur SPD fällt mir nur altes ein. Marc-Uwe-Kling mit “Wer hat uns verraten?”. Immer noch aktuell. Bei dem aktuellen SPD-Wahlkampf würde ich gerne lachen können, aber irgendwie fange ich eher an zu weinen.
  • Das im Moment sehr heiß diskutierte “Polizeiprügelvideo” wurde mit Samples von Bud Spencer und Terrence Hill unterlegt. Das einzige, was ich daran blöd finde ist, dass ich Bud und Terrence mag, die prügelnden Polizisten aber finde ich unsympathisch.
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