Wen die französische Regierung zukünftig beim mehrmaligen illegalen Downloaden von Musik oder Filmen erwischt, dem wird für ein Jahr sein Internetanschluss gesperrt. Weiterbezahlen muss man die Internetkosten selbstverständlich, schließlich soll der Internetzpirat gehörig bluten für seine Schandtat, und irgendwas müssen die Internetprovider ja auch davon haben.
Kulturministerin Christine Albanel verteidigte den Gesetzentwurf. Es gehe nicht um die Einschränkung der Freiheit, sondern um die erzieherische Wirkung. (tagesschau.de)
Auch für Deutschland hat die Musikindustrie, der es selbstverständlich ausschließlich selbstlos um den Schutz des geistigen Eigentums geht (Megaprofite für den monopolistisch produzierten Schrott? Ich bitte euch!), nun ein Internetverbot für Raubkopierer gefordert. Wird also höchste Zeit, dass auch in Deutschland der Volksgeißel Raubkopie endlich das Handwerk gelegt wird. Und wenn wir schon dabei sind – wären folgende Gesetze nicht auch längst überfällig?
- Wer dreimal beim Ladendiebstahl erwischt wird, darf für ein Jahr sein Haus nicht mehr verlassen. Bezahlen muss er seine, sagen wir mal über den Daumen gepeilt: neun… Wocheneinkäufe selbstverständlich trotzdem, sonst würde dem ortsansässigen Discounter ein unhaltbarer Umsatzeinbruch zugemutet werden.
- Wer dreimal im Halteverbot parkt, dessen Auto wird abgewrackt. Sprit- und Versicherungskosten für den Altwagen werden natürlich weiterbezahlt.
- Wer beim heimlichen Onanieren erwischt wird, bekommt den Pillermann abgehackt. Mindestens für ein Jahr. Weiterbezahlen muss der Onanie-Pirat sein Playboy-Abo selbstverständlich.
Das klingt jetzt vielleicht übertrieben. Andererseits: Sind Ladendiebstahl und Falschparken, von Onanie mal ganz abgesehen, nicht wesentlich verheerender als der Download von Musik, die wir uns sonst überhaupt nicht kaufen würden, weil wir sie entweder nicht kennen und lieben lernen würden oder sie uns schlicht nicht leisten könnten? Hätte die Einzelhandel- oder Automobillobby bzw. die katholische Kirche mehr Einfluss in Deutschland, dann wären meine Gesetzideen sicherlich mehr als bloße Hirngespinste. Tolle Justizprinzipien, und da zählt “Three Strikes” wohl mal eindeutig dazu, darf man im Gegensatz zur Musik nämlich gerne kopieren!


Unser Schulleiter der Main-Taunus-Schule ließ als Statement zu der aktuell laufenden Aktion “


Letzte Kommentare