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	<title>Hohlwelt &#187; Bastian Sick</title>
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		<title>Zu H&#252;lf, Mario Barth!</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 21:17:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kricke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Bastian Sick]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
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		<category><![CDATA[Zwiebelfisch]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Humor zu kritisieren ist eine m&#252;&#223;ige Angelegenheit. Vielleicht f&#252;hlt man sich kurzzeitig ein wenig besser, w&#228;hrend man auf Oliver Pocher herumhackt, wie es zeitungs&#252;bergreifend in den Feuilletons auch getan wird, &#228;ndern wird sich an der Armseligkeit der deutschen Comedylandschaft dadurch nichts. Deswegen will ich mich damit auch nicht gro&#223;artig aufhalten. Witze, die vermutlich schon einen Barth (h&#246;h&#246;) hatten, als sich zum ersten Mal weibliche und m&#228;nnliche Am&#246;ben in der Ursuppe begegneten, scheinen das zu sein, was die Leute h&#246;ren wollen. Anerkennen muss man zum Beispiel, dass Mario Barth nicht nur aus Schei&#223;e Geld machen kann, sondern selbiges auch aus der <em>immer wieder selben Schei&#223;e</em> tut. Und eins muss man seinen Fans zugute halten: Sie werden sich garantiert nicht als etwas besseres betrachten. Genau da liegt der Unterschied zu den wirklich Schlimmen.</p>
<p>Bastian Sick<sup><a href="http://www.hohlwelt.org/2009/02/zu-huelf-mario-barth/#footnote_0_415" id="identifier_0_415" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="sprich: &bdquo;Sieg&ldquo;, was mich fast zu einer grenzwertigen &amp;#220;berschrift verleitete&amp;#8230;">1</a></sup> wurde mit seiner Kolumne <em>Zwiebelfisch</em> (bei Spiegel Online) bekannt, in der er gegen die Verwilderung der deutschen Sprache zu Felde zieht. Sieht man mal davon ab, dass Sick h&#228;ufig sinnloserweise gegen den Bedeutungswandel von W&#246;rtern (den es in der Geschichte der Sprache immer gegeben hat, wo w&#228;ren wir heute sonst?) oder b&#246;se Anglizismen wettert, sind seine Artikel wirklich recht lustig geschrieben. Ich habe vor geraumer Zeit den ersten Band der „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“-Reihe gelesen und fand das ganze unterhaltsam. Die von Sick aufgestellten Vorschriften sollte man allerdings nicht zu eng sehen, denn er ist unter Sprachwissenschaftlern umstritten und so kann man auch leicht ins Fettn&#228;pfchen tappen, wenn man meint, andere Leute belehren zu m&#252;ssen. W&#252;rden alle Menschen Bastian-Sick-Logik verfolgen, so spr&#228;chen wir heute wahrscheinlich immer noch, wenn &#252;berhaupt, Althochdeutsch.</p>
<p>Es w&#228;re ja nicht weiter schlimm, w&#252;rde Bastian Sick mit seinen Zwiebelfischen und Dativen in geschriebener Form zufrieden sein. Leider f&#252;hlt er sich seit einiger Zeit, wahrscheinlich wegen des durchschlagenden Erfolges seiner Buchver&#246;ffentlichungen, zu h&#246;herem berufen. Und so tourt Bastian Sick flei&#223;ig herum, h&#228;lt die gr&#246;&#223;ten Deutschstunden der Welt ab, und hat mittlerweile sogar eine eigene Fernsehshow, pardon&#8230; &#228;h Entschuldigung, -<em>schau</em>. Was in seinen B&#252;chern als leicht oberlehrerhafter Stil durchgeht, wirkt <em>live</em> (was w&#252;rde Sick sagen?) einfach nur blasiert und peinlich. Am allerschlimmsten sind die Pausen, die Sick zwischen seinem herablassenden Gefasel l&#228;sst, denn normalerweise gibt es davor ja so etwas wie eine Pointe, bei Sick jedoch sucht man so etwas vergeblich. Diese Lachpausen werden also vom dr&#246;gen Publikum mit z&#246;gerndem Gekicher gef&#252;llt (wahrscheinlich gehen die zum Lachen normalerweise in den Keller), bevor Sick zum n&#228;chsten Rundumschlag gegen Jugendsprache oder Politikerdeutsch (als g&#228;be es an der Politik nicht Wichtigeres zu kritisieren!) anhebt. Ich kann mir die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=a49tL5dnaoI">Videos auf Youtube</a> nicht angucken, ohne <a href="http://www.youtube.com/watch?v=D1Plxp_UbtY">starke k&#246;rperliche Schmerzen</a> zu empfinden. Und innerlich flehe ich dann nach einem Erl&#246;ser vom Kaliber eines Mario Barth. Schlimmer geht immer, und in diesem Fall ist mir ein Hohlbrot vom Schlage des Herrn Barth tausend mal lieber als der arrogante Sickbastian.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_415" class="footnote">sprich: „Sieg“, was mich fast zu einer grenzwertigen &#220;berschrift verleitete&#8230;</li></ol>]]></description>
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