Werbekampagne

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Tornado-Einsatz

Die heutigen Jugendlichen machen in vielerlei Hinsicht Probleme. Stundenlang ballern sie sich in Killerspielen gegenseitig die Köpfe zu Pudding, wenn es aber dann ans wirkliche Töten geht, will auf einmal keiner mehr. Die Bundeswehr leidet sehr darunter, denn das faule Pazifistengesocks gefährdet ihre Existenz. Um ihr Image aufzubessern, veranstaltet sie mittlerweile kostspielige Werbekampagnen.

Genaueres kann man in einem guten Artikel bei Spiegel Online erfahren. Besondere Highlights sind die Statements des Oberstleutnants Broich und seiner Kollegen. Im Folgenden einige Auszüge:

Broich glaubt, den Grund für das Nachwuchsproblem erkannt zu haben. Die Leute wüssten einfach nicht, wie der Beruf des modernen Soldaten aussehe, sagt er. “Viele denken doch, wir laufen den ganzen Tag im Wald rum und spielen Krieg.”

Dabei sind die Zeiten, als Bundeswehrsoldaten nur in deutschen Wäldern für den Verteidigungsfall übten, längst vorbei. Im Namen von geostrategischen Interessen Demokratie und Menschenrechten darf der Soldat von heute nämlich bei echten Angriffskriegen mitmachen. Die sind auch nicht im Wald, sondern in der Wüste, und gespielt ist der Krieg dann überhaupt nicht. Nach den anstrengenden Front-Aktivitäten darf man die eigenen Erfahrungen außerdem an wissbegierige Jugendliche weitergeben. Auf ihre Kindersoldaten ist die Bundeswehr besonders stolz.

Der Junge guckt irritiert. “Muss ich da an die Front?” Sein Vater fügt an: “Na ja, mein Junge meint, wenn er zum Beispiel in den Irak muss.” “Da sind wir nicht stationiert”, sagt Wendler schnell, aber er kann die Situation nicht mehr retten, …

Ein Einsatz im Irak wäre für die deutsche Regierung absolut undenkbar. Lediglich politische Splittergruppierungen (CDU/CSU) befürworteten damals ein militärisches Engagement im Irak.

Ein Mädchen will Krankenschwester beim Militär werden, aber in Sachsen bleiben. “Wir sind die Bundeswehr, keine Sachsenwehr”, brummt der Stabsfeldwebel.

Gegen die messerscharfe Logik des Feldwebels ist kein Kraut gewachsen. Nach Sachsen gehört die Sachsenwehr, umgekehrt kämpft die Bundeswehr in Bundes-… Afghanistan.

patrick

Heutzutage seltenes Bild: Begeisterter Rekrut bei seiner Vereidigung

… hinzu kommen die Vorurteile. Längst hat sich unter jenen, die etwas vorhaben mit ihrem Leben, die Ansicht verbreitet, die Bundeswehr sei ein Club der Verlierer.

Absolut unverständlich ist, wie es zu einem solch verzerrten Bild kommen kann. Die Bundeswehr kann doch eine beeindruckende Erfolgsgeschichte vorweisen. Seit seiner Bombardierung hat sich das Kosovo in einen blühenden Drogenumschlagplatz unter Mafiaherrschaft verwandelt, in Afghanistan finden immer mehr vormals perspektivlose junge Männer ihren Traumjob. Bei den Taliban.

Zwischen Staubsauger- und Wurstfabrikanten erzählen zwei Feldjäger im Tarnanzug von ihren Erlebnissen in Kabul und im Kosovo. “Wer bei uns unterschreibt, der weiß, worauf er sich einlässt”, sagt der eine. “Na ja”, erwidert der andere. “Als ich unterschrieb, gab es noch keinen 11. September.”

Nur selten hat man das Glück, auf solch langjährige Veteranen zu treffen. Seit wann es den 11. September genau gibt, lässt sich so einfach nicht sagen, fest steht jedoch, dass er schon den alten Römern ein Begriff war.

Fazit:

Die Bundeswehr hat eine echte Überzeugungsoffensive gestartet, die Erfolgsaussichten sind vielversprechend. Um die Jugend noch flächendeckender erreichen zu können, wäre aber zum Beispiel eine Kooperation mit SchülerVZ sinnvoll. Ein paar markige Slogans könnten dabei sicherlich nicht schaden.

Bildquellen: www.geckoandfly.com, www.unitedspongebob.com